
Ein Dekubitus, umgangssprachlich auch „Druckgeschwür“ oder „Wundliegen“genannt, gehört zu den häufigsten Komplikationen bei Menschen, die dauerhaft im Bett liegen oder sich nur eingeschränkt bewegen können.
Er entsteht, wenn über längere Zeit Druck auf Haut und Gewebe ausgeübt wird – etwa durch das Körpergewicht auf einer Unterlage – und dadurch die Durchblutung gestört wird. Wird dieser Druck nicht rechtzeitig entlastet, stirbt das Gewebe ab und es entsteht eine schmerzhafte, teils schwer heilende Wunde.
Die Haut und das darunterliegende Gewebe benötigen eine kontinuierliche Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Wenn jemand lange in derselben Position liegt oder sitzt, wird an den belasteten Stellen der Druck so groß,dass kleine Blutgefäße abgedrückt werden.
Fehlt die Durchblutung über längere Zeit, wird das Gewebe geschädigt – zunächst unsichtbar,später mit Hautrötungen oder offenen Wunden.
Risikofaktoren sind unter anderem:
Je länger der Druck anhält, desto größer ist die Gefahr eines Dekubitus. Schon nach wenigen Stunden kann sich eine Hautrötungbilden, die auf einen beginnenden Schaden hinweist.
Einedurch anhaltenden Druck entstandene Wunde, meist bei bettlägerigen oder immobilen Menschen.
Dekubitus kann grundsätzlich überall dort entstehen, wo Knochen dicht unter der Haut liegen und wenig Fett- oder Muskelgewebe vorhanden ist, um den Druck abzufedern.
Bei bettlägerigen Menschen sind besonders gefährdet:
Auch bei sitzenden Personen, etwa im Rollstuhl, entstehen Druckstellen häufig am Gesäß, Steißbein oder an den Sitzbeinhöckern.
Ein beginnender Dekubitus zeigt sich zunächst durch rötliche Hautstellen, die sich nicht wegdrücken lassen. Später können Blasen,offene Wunden oder tiefere Gewebeschäden entstehen. Wichtig zu wissen: Dekubitus entsteht von innen nach außen.
Je früher reagiert wird, desto besser lässt sich eine Verschlimmerung verhindern.
Regelmäßige Hautkontrollen, besonders an den gefährdeten Körperstellen, sind daher essenziell – insbesondere bei bettlägerigen Menschen.
Ein Dekubitus lässt sich in den meisten Fällen vermeiden, wenn bestimmte Maßnahmen konsequent beachtet werden.
Die wichtigste Regel lautet: Druck vermeiden, Bewegung fördern, Haut pflegen.
Pflegekräfte und Angehörige sollten regelmäßig die Lagerposition wechseln (z. B. alle zwei Stunden), auf weiche, druckentlastende Unterlagenachten und die Haut sauber und trocken halten.
Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Hautregeneration zusätzlich.
Auch moderne Antidekubitusmatratzen, spezielle Sitzkissen oder Fersenfreilagerungen tragen zur Vorbeugung bei.
Der Pflegedienst Papillon in Windeck, Eitorf und Ruppichteroth unterstützt Sie bei der Dekubitusprophylaxe und einer fachgerechten Wundbehandlung.
Unsere examinierten Pflegefachkräfte erkennen frühzeitig Anzeichen eines beginnenden Druckgeschwürs, entlasten gefährdete Hautstellen und übernehmen die regelmäßige Wundversorgung, falls ein Dekubitus bereits entstanden ist.
Wir beraten Angehörige individuell, wie sie im Alltag vorbeugen können,und sorgen dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten schmerzfrei, sicher und würdevoll gepflegt werden.
Ein Dekubitus ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Mit Aufmerksamkeit,vorbeugenden Maßnahmen und fachkundiger Pflege lässt sich das Risiko jedoch deutlich verringern.
Pflegedienst Papillon für eine sichere, würdevolle Pflege und effektive Dekubitusvorbeugung.
Ein bettlägriger älterer Herr.